Über das Trio
Drei Musiker, drei Streichinstrumente, ein Ensemble, eine Leidenschaft: Violine, Viola und Violoncello vereinen sich zum „Klangrausch“, klingen in drei Stimmen und spielen doch mit einem Atem. Indira Koch, Sophia Reuter und Wolfgang Emanuel Schmidt denken das Streichtrio neu, ideen- und perspektivreich, mit großer Sinnlichkeit und Ausdruckskraft.

Was und Wer sind Wir?
Wenn sich ein Ensemble „Klangrausch“ nennt, so steckt eine Absicht dahinter. Klänge können in der Tat berauschen, denn der Klang ist eine Macht, von nicht selten überwältigender Wirkung. Farbenreich und ausdrucksvoll kann er sein, von sensibler Zartheit erfüllt wie dynamisch ausschwingend. Einen „Klangrausch“ entfalten aber vor allem jene gleichsam magischen Momente eines vollkommen natürlichen, organischen Zusammenspiels, als sei es die selbstverständlichste Sache. Konzentriert aufeinander hören, gemeinsam atmen, miteinander etwas gestalten im wechselseitigen Senden und Aufnehmen der Impulse – das alles sind wesentliche Punkte für das Entstehen von „Klangrausch“ mit seinem bezwingenden, inspirierenden Zauber.
Drei exzellente Musiker, jede und jeder für sich begeistert von und erfahren in Kammermusik, haben sich 2024 zum Streichtrio zusammengefunden, die Violinistin Indira Koch, die Viola-Spielerin Sophia Reuter und der Cellist Wolfgang Emanuel Schmidt. Gemeinsam bilden sie „Klangrausch – The Art of String Trio“, aus der sich immer wieder erneuernden Freude am gemeinsamen Musizieren heraus. Lange schon kennen sie sich, den Schritt zur Gründung eines Ensembles wagten sie jedoch erst 2024, mit dem Bewusstsein und der Intention, etwas Besonderes, im besten Falle Einzigartiges im Zusammenspiel zu schaffen, damit es sich in den Augenblicken des Erklingens als vollkommen stimmig, eindringlich, berührend und authentisch erweist – ein Vereinen im „Klangrausch“ eben.
Drei Musiker, eine Einheit
Ein Streichtrio ist eine sehr spezielle Kammermusikformation. Drei Instrumente sind im Ensemble zusammengeführt, die einerseits homogen sind, zum anderen aber auch merklich verschieden. Klang und Spieltechniken erscheinen durchaus vergleichbar, die Timbres und Ausdrucksmöglichkeiten weichen jedoch spürbar voneinander ab. Violine und Violoncello bilden das klangliche Oben und Unten, verbunden durch die Viola – drei individuelle Klanggeber mit je eigenen Farben und expressiven Charakteren. Und im Gegensatz zum Streichquartett, dem wohl prominentesten Kammermusikgenre in Klassik, Romantik und Moderne, besteht das oft genug in dessen Schatten stehende Streichtrio aus drei wirklich unterschiedlichen Instrumenten, die sich in ihrer Unverwechselbarkeit in das Ensemble einbringen können. Sie müssen erst zur Einheit werden, im Zuge einer genauesten spieltechnischen und klanglichen Abstimmung, die beim glücklichen Gelingen das Ergebnis innerer Harmonie ist.
„Klangrausch – The Art of String Trio“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, das harmonische Zusammenwirken aller drei Instrumentenstimmen auf höchstem Niveau zu verwirklichen. Durchaus spannungsreich soll dieses gemeinsame Musizieren sein, in Form eines lebendigen Miteinanders aller musikalischen Partner – und dazu mit einer besonderen Wärme und Sinnlichkeit des Klanges.
In vielen Streichtrio-Werken aus Vergangenheit und Gegenwart ist Kammermusik in ihrer Essenz zu erleben. Konzentriert auf das Wesentliche, mit drei Stimmen in unterschiedlichen klanglichen Registern und dabei doch einheitlich im Ganzen. Zugleich ist es besonders herausfordernd, in dieser Besetzung zu agieren, bei der es auf den Einzelnen noch einmal stärker ankommt als bei vielstimmigeren Ensembles. Und für die Komponisten war und ist es ebenso anspruchsvoll, für ein Streichtrio mit seinen singulären Möglichkeiten zu schreiben – wobei sich im Verbund mit den praktizierenden Musikern, die genau darum wissen und ihr Können aktivieren, anregende Projekte und ungeahnte Perspektiven ergeben können.
Gegenwart und Perspektiven
„Klangrausch – The Art of String Trio“ ist sowohl im „klassischen“ Streichtrio-Repertoire zu Hause, zugleich offen für Neues und Ungewohntes. Originalwerke aus dem 18. bis 21. Jahrhundert – etwa von Mozart und Beethoven, Schubert und Reger, Dohnányi und Kodály und vielen mehr – gehören zu den Fixpunkten des Ensembles, aber auch Bearbeitungen von Werken anderer Genres. Schließlich sind es auch Auftragswerke interessierter und interessanter zeitgenössischer Komponistinnen und Komponisten, mit denen der individuelle Charakter von „Klangrausch“ weiter an Profil gewinnen soll.
Großen Wert legt „Klangrausch“ auf die Zusammenarbeit mit gleich gesinnten Gastkünstlerinnen und -künstlern, wie etwa der Cellistin Camille Thomas, dem Pianisten Boris Kusnezow oder dem Bariton Roman Trekel. So haben eigens arrangiert Fassungen von Schubert-Liedern für Gesang und Streichtrio haben diesen bekannten Stücken eine besondere klangliche Gestalt und Ausdruckskraft gegeben. Diese Tendenz zur Ausweitung des Repertoires über den traditionellen Werkbestand hinaus ist ein wesentliches Anliegen von „Klangrausch“ – so wie es insgesamt dem Ensemble darum geht, die Gattung Streichtrio neu zu entdecken und produktiv weiterzuentwickeln. Dazu gehört auch die Kreation außergewöhnlicher Darbietungsformen und Konzertformate, nicht zuletzt aus dem Geist des Experimentierens heraus. Die Musik selbst aber bleibt bei alledem im Mittelpunkt – sie ist die Sonne, um die „Klangrausch“ kreist.
